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Anklage wegen Amoklaufdrohung in Nordhorn erhoben

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat zwei 18-jährige Heranwachsende aus Nordhorn wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten beim Jugendrichter (Amtsgericht Nordhorn) angeklagt.

Den beiden Schülerinnen der Hauswirtschaftlichen Berufsbildenden Schule (HBS) in Nordhorn wird vorgeworfen, am 15.03.2009 den Plan gefasst zu haben, an ihrer Schule am Folgetag einen Amoklauf des – tatsächlich nicht existenten – Freundes einer der beiden anzukündigen und in Umsetzung dieses Planes am Morgen des 16.03.2009 im Sekretariat der HBS angerufen zu haben.

Von einer Telefonzelle an der Nordhorner Post aus sei dann die Ankündigung erfolgt, besagter Freund plane für den 16.03.2009 nach der vierten Stunde einen Amoklauf und man solle die Kinder schützen.

Da beide Schülerinnen im Ermittlungsverfahren geständig waren, hat die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Entscheidung im beschleunigten Verfahren gestellt.

Durch den Polizeieinsatz für die Sicherung des Schulgebäudes sind nach den Ermittlungen Kosten in Höhe von ca. 15.000,- Euro entstanden. 60 Beamte waren im Einsatz.

Wenn das Gericht dem Antrag entspricht, wird die Hauptverhandlung kurzfristig durchgeführt. Ob auf die 18-jährigen Jugend- oder Erwachsenenrecht Anwendung findet, entscheidet das Gericht nach Reifegesichtspunkten. Im Zweifel ist das Jugendgericht gehalten, Jugendstrafrecht anzuwenden.

Wibke Warnking/Staatsanwältin und Pressesprecherin

Ergänzung 17.11.2009

Beide Angeklagten wurden vom Gericht nach Jugendrecht rechtskräftig zu je 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit und jeweils zwei Wochen Dauerarrest verurteilt.

Wibke Warnking/Staatsanwältin und Pressesprecherin

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